Entdecken und Erleben rund um den ehemaligen Diabas - Steinbruch

Spur der Steine

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Ungewollte Neubürger

Auch im Steinbruchbiotop gibt es Probleme mit fremden Arten.

Neueingebürgerte Tier- und Pflanzenarten sind dann ein Problem für Ökosysteme, wenn ihnen entweder Konkurrenten fehlen oder sie keine "Fressfeinde" haben und sich deshalb stark vermehren können.

Am Ende haben oft die heimischen Arten das Nachsehen und langfristig wird ein Lebensraum artenärmer.

Das Eindämmen dieser neuen Arten ist nur schwer möglich und ein Kostenfaktor bei der regelmäßigen Pflege des Steinbruchbiotops.

 

Ein Paradebeispiel für ungewollte Tierarten ist der Waschbär.

Er nervt nicht nur die Menschen. In der Natur ist er Konkurrent und erfolgreicher Nesträuber für Baum- und Bodenbrüter - und somit eine Gefahr für Geburtshelferkröte oder Uhu.

Waschbär

Waschbär

 

Wenn die Graugänse im zeitigen Frühjahr eintreffen, sind ihre Brutplätze oft schon von Nilgänsen besetzt.

Die auffallend gezeichneten, ursprünglich afrikanischen Gäste überwintern bei uns und sind bei der Wahl ihrer Nistplätze sehr flexibel - und aggressiv.

Sie haben gegenüber den Zugvögeln den "ich bin schon da"-Vorteil, den sie lautstark und mit großer Vehemenz geltend machen.

Einige Grauganspaare haben deshalb schon ihre Brut abgebrochen.

 

Die wurzelintensive Kanadische Goldrute war ursprünglich eine Gartenpflanze, allerdings mit riesigem Ausbreitungspotential.

Im Steinbruchbiotop hat unser Großeinsatz per Bagger sie vorerst zurückgedrängt

Bagger Biotoppflege

 

Die Pflanzenarten Sachalinknöterich und Japanischer Knöterich wachsen fast ungehemmt, wenn der Boden feucht genug und es ausreichend hell ist.

Sie verbreiten sich durch Bewurzelung selbst kleinster Pflanzenstückchen und bilden große und dichte Bestände, so dass heimische Arten auf Dauer chancenlos sind.

Bei uns gab es kleinere Vorkommen in Gewässernähe, die bisher durch biologische Bekämpfung wie Ausdunkeln zurückgedrängt werden konnten.

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